Home Goldwissen Detailwissen für Wissbegierige Münzarchiv 4 Florin und 8 Florin (Gulden)

4 Florin und 8 Florin (Gulden)

4 Florin und 8 Florin (Gulden)
4 Florin und 8 Florin (Gulden)

Der Gulden ist eine Goldmünze, die in mehreren Staaten als Währung genutzt wird. Der Gulden ist aber auch eine Münze mit einem umfangreichen historischen Hintergrund. Er stammt von der Florentiner Fiorino d’Oro ab und wurde zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert ebenfalls als Goldmünze hergestellt. Die Abkürzung des Gulden ist „fl“ oder „f“, da der lateinische Name des Gulden „Florenus aureaus“ lautet. Im Französischen heißt der Gulden „Florin“, im Ungarischen „Forint“. Im 19. Jahrhundert wurde der Begriff „Gulden“ oder „Florin“ dann für Münzen aus Silber eingeführt. Diverse Länder innerhalb Europas haben den Gulden auch in Form einer Goldmünze geprägt.

Der Goldgulden wurde im 16. Jahrhundert überwiegend als Gegenwert des Silbers verwendet. Europaweit wurden Guldiner und Guldengroschen hergestellt, sie unterschieden sich in ihrem Gewicht.

Der „Joachimsthaler Guldengroschen“ wurde bis ins Jahr 1750 als Reichstaler des Römischen Reiches geführt und anschließend vom Taler abgelöst. Bei uns wurde der Gulden bis ins Jahr 1871 genutzt und dann von der Goldmark verdrängt.

Der Polnische und der Niederländische Gulden, sowie der Ungarische Forint waren für die Währungs-Entwicklung sehr wichtig. Alle Goldgulden kamen mit Hilfe des Handels in den damaligen deutschsprachigen Raum. So existiert der Polnische Gulden heute noch in der Form des Zloty.  

Der Gulden in Österreich

Als Anlage eignet sich der Gulden vor allem in der Form als so genannte Handelsgoldmünze. Diese Goldmünzen sind gegen einen geringen Aufpreis recht weit verbreitet und lassen sich beispielsweise bei vielen Banken oder Münzhändlern käuflich erwerben. Neben einem möglichen Sammlerwert, verfügen die Münzen über den jeweils tagesaktuellen Goldpreis. Der Gulden, welcher von der Münze Österreich nachgeprägt wird, ist mit m Prägejahr 1891 versehen. In diesem Jahr wurde der Gulden das letzte Mal amtlich geprägt. Einziger Unterschied zur ursprünglichen Münze aus dem 19. Jahrhundert ist der veränderte Nennwert, welcher in Florin und in Franc dargestellt wird. Dargestellt sind auf der Vorderseite der Münze der Kaiser von Österreich Joseph der Zweite. Die Rückseite der Münze ist mit dem Staatswappen von Österreich und den beiden bereits erläuterten Nennwertangaben versehen. Der Münzrand der Goldmünzen ist glatt und mit einer Inschrift versehen. Die etwas rötliche Farbe der Gulden geht auf den Kupferanteil in der Münze zurück Interessant ist es einmal die Auflage des Guldens im Detail zu betrachten. So lagen die Auflagen in einigen Jahren bei mehreren hunderttausend Goldmünzen, in anderen Jahren hingegen wurden gerade einmal 500 Exemplare geprägt. Letztmalig wurde das 8 Gulden Stück (Feinheit: 900/1000 – Gewicht: 6.452 Gramm) im Jahr 1988 und das 4 Gulden Stück (Feinheit: 900/1000 – Gewicht: 3.226 Gramm) im Jahr 1999 geprägt. Für Sammler sind vor allem die Versionen der Münze interessant, welcher von der Münze Österreich in vielen verschiedenen speziellen Sammleretuis ausgeben wurden.

Inschriften:

  • Franciscvs Iosephvs I D G Imperator Et Rex
  • Imperivm Avstriacvm + Jahreszahl + Nennwert (4 Fl. od. 8 Fl.)

4 Florin = 10 Franken und 8 Florin = 20 Franken

Prägejahre

Nachprägungen: 1892

Originalprägungen: 1870, 1871, 1872, 1873, 1874, 1875, 1876, 1877, 1888, 1889, 1890, 1891 und 1892

Weitere Informationen

  • Land: Österreich
  • Kontinent: Europa
  • Hersteller: Münze Österreich AG (Nachprägungen)
  • Feinheit: 900/1000 Gold
  • Nennwert: 4 Florin und 8 Florin
  • Typ: Goldmünze
  • Durchmesser: 18,90 mm (4 Florin) und 21,00 mm (8 Florin)

Live Ankaufspreise:

Countdownnächste Aktualisierung in 60 Sek.
Nennwert LegierungRaugewichtFeingoldAnkaufspreis
4 Florin
900/1000 3.22 g 2.90 g 86,486 €
8 Florin 900/1000 6.45 g 5.80 g 173,241 €